Sicherheitsmarge: Eine etwas andere Interpretation

15.02.2015 | Anlagen & Finanzen, In eigener Sache

Die Sicherheitsmarge dürfte vielen Anlegern aus dem Bereich des Value Investing bekannt sein. Die Sicherheitsmarge beschreibt den »Abstand« zwischen dem wahren wirtschaftlichen Wert eines Unternehmens und dem aktuellen Börsenkurs. Je größer dieser Abstand ist, desto höher die Sicherheitsmarge. Das Konzept sieht vor, dass unterbewertete Unternehmen weniger Kursrisiko beinhalten als hoch bewertete Unternehmen. Es gibt viele Studien und Fonds, die diese Theorie unterstützen. Dennoch gibt es immer wieder Situationen am Kapitalmarkt, in denen alles auf dem Kopf steht. Egal wie tief die Bewertung auch ist, es wird alles verkauft. Eine solche panikartige Situation spielte sich zuletzt am 24.8.2015 ab. Der Dax verlor an diesem Tag 4,7 Prozent. Intraday waren die Verluste sogar noch größer, die Handelsspanne vom Tagestief zum Tageshoch lag bei 6,4 Prozent. Eine ähnliche Situation gab es 2011, der Dax verlor innerhalb weniger Wochen mehr als 30 Prozent mit hohen Verlusten an einzelnen Tagen. Selbst konservativ ausgerichtete Portfolios werden an solchen Tagen stark an Wert verlieren.

Um die Abstürze und den Kapitalverlust zu minimieren, setzt GS&P in seinen hauseigenen Fonds ein selbstentwickeltes trendfolgendes Sicherungssystem ein. Das System erkennt Trendbrüche und gibt entsprechende Verkaufssignale. Die Investitionsquote kann je nach Trendstärke binnen weniger Minuten auf 75 beziehungsweise 50 Prozent gesenkt werden. Die Umsetzung erfolgt kostengünstig und schnell über Index-Futures. Physisch bleibt das Portfolio unverändert, es müssen keine Wertpapiere verkauft werden.

Die nachfolgenden Beispiele zeigen das Verhalten des von GS&P gemanagten Fonds »Deutschland aktiv« in den beiden Korrekturen 2011 und 2015: unsere Interpretation der Sicherheitsmarge. Aus den Grafiken wird ersichtlich, wie effektiv die Absicherung das Risiko minimiert hat. Langfristig ergibt sich aus dem minimierten Risiko eine Outperformance gegenüber dem Index.

Ein altes Sprichwort sagt: Wer ruhig schlafen möchte, kauft Anleihen. Wer gut essen möchte, kauft Aktien. Wir meinen: Wer ruhig schlafen und trotzdem gut essen möchte, kauft Aktienfonds mit systematischer Absicherung.